Armin Zogbaum

Fotograf / Zürich



www.arminzogbaum.com/
Juli 2012

Einen Steinwurf von der Zürcher Fussball-Arena «Letzigrund» entfernt befindet sich der Media-Campus, in dem sich Armin Zogbaum mit seinem Fotostudio niedergelassen hat. Neben Zürich ist Armin auch oft in den Metropolen Mailand, Berlin, Paris oder New York anzutreffen. 

Armin Zogbaum kam als Autodidakt über Umwege zur Fotografie: Mit dem Wunsch für Zeitschriften Rezepte zu kreieren, verliess er seinen Erstberuf als Haute Cuisine-Küchenchef und kam über das Foodstyling in Kontakt mit der professionellen Fotografie. Auf dem Höhepunkt seiner zweiten Karriere als Stylist von Fotoproduktionen entschied er, fortan selbst die Kamera in die Hand zu nehmen. Dabei bezieht er seinen reichen Erfahrungsschatz aus  seiner vielfältigen Karriere – und Kunden weltweit vertrauen genau auf dieses Potential. Sie beauftragen ihn gerne und regelmässig, um ihre Kampagnen zu realisieren. Zu seinen Kunden zählen  internationale Marken und Firmen wie Nespresso, Davidoff, Lindt. Supermodels wie Franziska Knuppe, Dree Hemingway oder Starkoch Johann Lafer hatte er genauso vor der Linse wie Schimpansendame Sina.

2011 wurde seine Fotoproduktion «Monkey Around» – eine redaktionelle Strecke zum Thema Handtaschen – beim international renommierten Schweizer Fotopreis gewürdigt und anschliessend in der Galerie der Moderne in München gezeigt. 


Wie sieht die Vision der Zukunft aus, wohin möchtest du dich weiterentwickeln?

Wie bei meinen letzten Projekten möchte ich vermehrt experimentieren, die Dinge weiter auf die Spitze treiben, mich noch mehr verwirklichen und Arbeiten für den Bereich «Kunst» umsetzen.

Was hältst du von einem eigenen fixen Fotostudio?

Der Standort Zürich liegt im Zentrum Europas und ist dadurch ein perfekter Dreh- und Angelpunkt. Häufig bin ich jedoch auch in den grossen Metropolen in Europa engagiert – darauf bin ich natürlich stolz – und von da her macht es für mich wenig Sinn eigene Studios zu unterhalten. Die meisten Stilllife-Fotografen arbeiten jedoch regional und sind daher auf einen lokalen Arbeitsplatz fixiert – ich dagegen möchte auch flexibel und unabhängig arbeiten.

Du hast einige Zeit in New York gearbeitet – was hast du für Erfahrungen gemacht?

Drei Monate habe ich in New York gelebt und gearbeitet. Das Arbeiten war gänzlich anders als hier in Zürich. Beispielsweise bringt diese Mega-City logistische Probleme mit sich, weshalb ich mich anders organisieren musste. Man bekommt einen ganz anderen Bezug zur Stadt. Ich konnte dort unter anderem Shootings für Villeroy & Boch und Martha Stewart realisieren.

Wie lange im Voraus erhältst du deine Aufträge?

Meistens ganz kurzfristig. Zur Zeit bin ich jedoch ausnahmsweise an einem Job, der mir bereits vor gut drei Monaten bestätigt wurde – aber das ist eher die Ausnahme. In der Regel kommen die Aufträge ein bis zwei Wochen vor dem Fotoshooting. Somit ist es eher schwierig im Voraus zu planen.

Hast du nebst deinem vielseitigen Job noch eine andere Leidenschaft?

Was ich sehr gerne mache, ist für gute Freunde zu kochen. Das ist wirklich toll, wir sind dann meist eine grosse Gruppe von 8 - 10 Leuten. Kochen ist eine meiner Leidenschaften, welche ich sehr gerne auslebe und dabei natürlich auch Neues ausprobiere. Reisen ist eine weitere Passion von mir. Ich war früher sehr viel und auch lange unterwegs. Mein Fokus hat sich jedoch mit der Zeit geändert – heute reise ich am liebsten, wenn es mit einem Auftrag verbunden ist. Durch meine Arbeit bekomme ich die Gelegenheit, Kultur und Menschen authentisch und hautnah kennenzulernen. Nur Zuschauer zu sein, reizt mich nicht mehr.

Was war dein spannendster Auftrag?

Ich hatte schon interessante Aufträge für Modeshootings – unter anderem zum Beispiel für ein Magazin aus Paris. Leider ist aber die Schweiz und auch Deutschland nicht das Epizentrum der Modebranche. Jeder Auftrag ist eine neue Herausforderung. Ich denke aber nicht an vergangene Arbeiten. Mein Blick geht nach vorne und ich freue mich über neue spannende Projekte, in denen ich mich verwirklichen und meine Visionen einbringen kann.